Eisenhand

Als Liebhaberin von Antiquariaten und Flohmärkten beschäftigt mich folgendes: Wenn Schmuckstücke über Generationen getragen und weitergegeben werden, füllen sie sich mit Bedeutung und Geschichte, entwickeln ein Eigenleben.

Was aber, wenn in der Familie keine solchen Einnerungsstücke vorhanden sind? Oder wenn das gewünschte Objekt nur als vage Idee in deinem Kopf existiert? Genau dort setze ich in meiner Werkstatt an. Mein Ziel ist es, Begleiter_innen zu schaffen, die sich anfühlen, als wären sie schon immer dagewesen und darauf warten, sich mit Lebensgeschichten zu füllen.

Bevor ich mit einer Arbeit beginne, stöbere ich mit meinen Kund_Innen durch meine Sammlung von Steinen und Objekten, diskutiere mit ihnen nebst Materialien auch ihre Alltagsgewohnheiten, ihre Steckenpferde und Überzeugungen. So kristallisiert sich heraus, was sie wirklich lange begleiten wird und nicht nach einer Saison zuunterst in der Schatulle landet.

Was jedoch an altem Schmuck bereits dort drin gestrandet ist und traurig dahinvegetiert, arbeite ich besonders gerne um oder schmelze es ein für ein neues Stück. So wird nicht nur die Geschichte und Magie des Objekts gewahrt, sondern auch das Material recycelt.

Inspiriert von kulturellem Strandgut und Kuriositäten, Objekten aus der Natur, Schmuck aus vergangenen Zeiten und fremden Kulturen hämmere, schmiede, giesse, feile, forme ich jedes Werkstück in meinem Atelier. Handwerk ist für mich die Kraft in den Händen – das Vermögen mit Herz, Hand und Hirn Eigenes und neues zu schaffen.

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